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Wǔ Dé, die Fünf Wirkkräfte

Übersetzung

Wǔ: Fünf
Dé: Arten, mit dem Leben umzugehen – Wirkkräfte – Tugenden

De ist ein schillernder Begriff mit vielen Bedeutungsaspekten: Mehr dazu hier.

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Wǔ Dé, die Fünf Tugenden

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Wu De, die Kampfkunst-Tugenden

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Begriffsgeschichte: Wu De

Wǔ Dé war in der Zeit der Jixia-Akademie (im 4./3. Jh. v. Chr.) eine Bezeichnung für die fünf Wirkkräfte, die Einfluss auf das menschliche Leben haben: Holz, Feuer, Erde, Metall, Wasser.

Sie sind grundlegender Bestandteil der kosmologischen Weltsicht der sogenannten Naturalistenschule, die später auch als Yin-Yang-Schule bekannt wurde und neben dem Daoismus und dem Konfuzianismus eine der tragenden Säulen der klassischen chinesischen Weltsicht ist.

Insbesondere durch Dong Zhongshu (179-104 v. Chr.) wurden die Wǔ Dé mit dem Yin-Yang-Konzept vereinigt. Später, insbesondere in medizinischen Texten, wurde es üblich, von den Fünf Elementen (Holz, Feuer, Erde, Metall, Wasser) als Wǔ Xíng, "fünf sich Wandelnde", zu sprechen.

Wǔ Dé - Die Fünf Tugenden des Konfuzianismus

Als Wǔ Dé, Fünf Tugenden, wurden später auch die konfuzianischen Haupttugenden bezeichnet. Sie wurden wiederum den fünf Elementen zugeordnet:

Wu De - die Kampfkunst-Tugenden

In jüngerer Zeit hat sich in China ein weiteres Begriffspaar "Wu De" (oft "Wu Te" geschrieben) etabliert: die Kampfkunst-Tugenden, eine Zusammenziehung aus "Wu Shu" (chinesisch für die Kampfkunst) und "Dao De" (der Weg und die rechte Art, ihn zu gehen). "De" ist das gleiche Schriftzeichen wie in unserem Kontext. "Wu" hingegen ist ein anderes Zeichen und steht für Kampftechnik. Die Kampfkunst-Tugenden sind im wesentlichen deckungsgleich mit den Tugenden des Konfuzianismus.

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