Handle nicht –
und doch bleibt nichts ungetan.

(Daodejing)

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Das Wu-Wei-Prinzip

Ein zentraler Bestandteil des chinesischen Denkens ist das daoistische Prinzip des Wu Wei: "Handeln durch Nichthandeln".

Es bedeutet nicht, untätig zu bleiben, sondern den Potentialen die Möglichkeit zu geben, sich zu entfalten, oder anders ausgedrückt, dem natürlichen Lauf der Dinge zu folgen.

Das umfasst sowohl, eine Wahrnehmung für sich abzeichnende Tendenzen zu entwickeln, als auch, mit möglichst geringen Eingriffen zu facilitieren, dass diese Tendenzen ihre Wirkung entfalten können.

Hierzu passt der Blick des Gärtners oder des Bauern für seine Pflanzen: er kann sie nur wachsen lassen und mit bestimmten Maßnahmen, wie z.B. Gießen und Jäten, ihre Entwicklung und ihr Gedeihen begünstigen. Es hilft jedoch nicht, wenn er an ihnen zieht, damit sie schneller wachsen.

So bedeutet Wu Wei auch eine Haltung der Mühelosigkeit: die wesentlichen Dinge geschehen von allein, und es ist schon viel getan, wenn wir ihnen nicht im Wege stehen.

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